Reise in den Stadtstaat Monaco
Auf einer Liste der kleinsten Staaten der Welt belegt das Fürstentum Monaco den zweiten Platz und ist damit nur unwesentlich größer als der Vatikan. Gerade einmal 2,02 Quadratkilometer Fläche hat das Fürstentum. Dass Monaco so klein ist, bedeutet aber nicht, dass es unbeachtet ist. Ganz im Gegenteil, die Anziehungskraft dieses Zwergstaates ist groß.
Zum einen lockt Monaco mit günstigen Steuern, zum anderen eilt dem Zwergstaat ein besonderer Ruf voraus, so dass sich viele Menschen als Touristen selbst gern ein Bild machen wollen.
Bevor wir zu den touristischen Attraktionen von Monaco kommen noch ein paar Hintergrundinfos. Nachdem die Gegend etwa 2000 v. Chr. von Ligurern und später den Griechen und Phöniziern besiedelt wurde, eroberten die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. Monaco und gliedern es an das Römische Imperium an, in dem es Teil der Provinz See-Alpen wird. Nachdem der Römische Einfluss schwindet, wird Monaco Teil der Republik Genua, so dass der 10. Juni 1215 als offizielles Gründungsdatum von Monaco gilt. Durch den Bürgerkrieg in Genua in der Mitte des 13. Jahrhunderts kommt die Familie Grimaldi nach Monaco, wo sie zusammen mit ihren Anhängern als Mönche verkleidet die Festung einnimmt. Im Verlauf der Geschichte wechselte Monaco noch einige Male den Besitzer, bevor es Anfang des 19. Jahrhunderts endgültig unabhängig wird.
Wenn man sich anschaut, wo Monaco liegt, kann man auch verstehen, warum im Verlauf der Geschichte so viele Herrscher Interesse an dem Zwergstaat hatten. Die Lage auf den Felsen der französischen Seealpen, an der Mittelmeerküste zwischen Nizza im Westen und der italienischen Grenze im Osten war strategisch und auch für den Handel sehr günstig.
Auch klimatisch kann man es in Monaco durchaus aushalten. Das angenehme Mittelmeerklima sorgt für milde Winter mit durchschnittlich 10 °C und warme Sommer mit Temperaturen um 23 °C. Knapp 2.600 Sonnenstunden und rund 800 mm Niederschlag gehören ebenfalls dazu.

- Terrasse des Hotels Le Meridien
Ein großer Teil der Touristen, die im Sommer nach Monaco kommen, werden von den Kreuzfahrtschiffen an Land gebracht. Dann füllen sich die schmalen Straßen des Fürstentums und man sollte als Urlauber doch besser auf die Promenaden am Meer ausweichen, wo es viele nette Restaurants mit durchaus akzeptablen Preisen gibt. Erste Anlaufstelle für die Touristen ist der Place du Casino, den die Einheimischen liebevoll Camembert nennen. Er ist ein zentraler Platz verfügt mit dem Casino natürlich über einen ganz besonderen Anziehungspunkt.
Das Hotel de Paris ist wohl das bekannteste und exklusivste Hotel in Monaco. Wir können aber das Hotel Le Meridien empfehlen, das zwar auch etwas höhere Zimmerpreise hat, dafür aber direkt an der Küste liegt, einen wunderschönen Ausblick hat und eine hohe Qualität und guten Service bietet.
Einen ebenfalls herrlichen Ausblick hat man vom Botanischen Garten Monaco, der etwas oberhalb auf den Felsen über der Stadt liegt. Man erkennt deutlich, wie sich die Altstadt Monaco-Ville an die Felsen klammert. Man erkennt ebenfalls die schmalen Straßen mit dem Hafen von Monaco und dem Hafen von Fontvieille, direkt unterhalb des Fürstenfelsens, und man sieht auch die Strecke, die regelmäßig für die Formel-1-Rennen benutzt wird.
Eine andere Attraktion ist das Ozeanographische Museum, das sich auf dem Felsen von Monaco in Monaco-Ville befindet und seinen Besuchern eine Fülle von meereskundlichen Exponaten, sowohl in Form von Ausstellungsstücken als auch lebenden Aquarienbewohnern präsentiert. Das Museum wurde 1910 durch Albert I errichtet, der damit seine Bestätigung als Ozeanograph festigen wollte. Der Standort des Gebäudes ist wahrlich spektakulär, hoch über dem Mittelmeer auf dem Felsen. Da sollte man vielleicht ein bisschen schwindelfrei sein. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimische ist der öffentliche Strand Monacos, der im Sommer aber auch viele Touristen anzieht.




