Städtereise nach Finalborgo an die italienischen Riviera

Finalborgo ist ein Teil der Stadt Finale Ligure, die ungefähr in der Mitte zwischen San Remo und Genua an der italienischen Riviera liegt. Die Stadt gehört zur Provinz Savona in Ligurien. Mit etwa 11.000 Einwohnern ist Finale Ligure ein eher kleiner Urlaubsort an der Palmenriviera, oder wie man auf italienisch sagen würde Riviera delle Palme, die sich von Varazze bis nach Laigueglia erstreckt. Westlich von Finale Ligure befindet sich das Capra Zoppa-Massiv, das immerhin bis auf 281 Meter über den Meeresspiegel hinaufragt. Begibt man sich in nördliche Richtung, erreichen die Berge schon Höhen von über 1000 Metern. Neben Finalborgo gehören noch die beiden Teile Finale Marina und Finalpia zu Finale Ligure, wobei Finale Marina die größte der drei Ortschaften ist und auch touristisch am besten erschlossen ist.

In Finalborgo herrscht wie fast an der gesamten italienischen Riviera ein angenehmes, mildes, mediterranes Mittelmeerklima. Wer als Tourist im Sommer hier her kommt, kann also bedenkenlos mit gutem Wetter rechnen. Ein Regentag kann da aber natürlich immer mal vorkommen.

Der Ort wurde in der Mitte des 10. Jahrhunderts erstmals erwähnt und lag wohl schon immer im Spannungsfeld zwischen Monaco und Genua. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass man in Finale Ligure heute noch Zeugen der Verteidigungsanlagen aus dem Mittelalter findet wie zum Beispiel das Schloss Gayone. Es wurde im Laufe seiner Geschichte einige Male zerstört und dann wieder aufgebaut. Seine Wände sind mit opulenten Verzierungen gestaltet und unter dem Schloss existiert sogar noch die riesige Zisterne. Vier imposante Türme umrahmen das Hauptgebäude der Schlossanlage. Diese vier Türme tragen sogar Namen: des Pulvers, des Bannerträgers, der Marquise und der Glocke. Das Schloss mit seiner imposanten Erscheinung war einst ein Symbol für die Stärke und den Herrschaftsanspruch der Familie Del Carretto. Finalborgo hat sich seinen mittelalterlichen Charakter weitgehend bewahrt, was man an der alten Stadtmauer, den schmalen und verwinkelten Gassen, idyllischen Höfen und an den Plätzen und Häusern noch gut erkennen kann.

Finale Ligure lockt besonders in den Sommermonaten, wenn die meisten Menschen Urlaub haben, viele Touristen an. In der Altstadt laden Cafes und Restaurants zum Verweilen ein und die Umgebung der Stadt kann mit smaragdgrünem Meer und azurblauem Himmel beeindrucken. Hinter Finale Ligure eröffnet sich ein malerisches Bergpanorama, wo man sich aktiv betätigen kann. Dagegen lädt der lange Strand mit seinem feinen Sand zum relaxen und Baden ein. An der Strandpromenade findet man auch hier Cafes und Lokale, in denen man sich kulinarisch verwöhnen lassen kann. Zu solchen kulinarischen Genüssen gehört zweifellos das italienische Eis, das nunmal um Längen besser schmeckt als das Industrieeis, das man hierzulande kaufen kann.

Durch das einmalig gute Klima schätzen besonders Wassersportler die ligurische Küste. Zum Segeln, Surfen und Tauchen sind die Bedingungen hier optimal. Auch bei Sportkletterern ist Finale Ligure bekannt und beliebt. In den Bergen der Umgebung gibt es insgesamt rund 2500 Kletterpfade mit allen Schwierigkeitsgraden. Und auch Mountainbiker wissen die Landschaft an der ligurischen Riviera zu schätzen, denn hier können sie sich von Cross-Country über Freestyle bis zum Downhill austoben.

Im ehemaligen Kloster der Heiligen Katharina von Finale befindet sich das Stadtmuseum. Das Gebäude kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und war unter anderem auch einmal ein Gefängnis. Hier sind Exponate aus der Umgebung von Finale ausgestellt wie zum Beispiel Fossilien, die man bei Grabungen im Kalkstein der Umgebung gefunden hat. Denn durch die Auffaltung der Gesteinsschichten hat der Kalkstein den Weg vom einstigen Meeresboden des Mittelmeeres an die Oberfläche bis in Höhen von 1000 Meter und mehr geschafft. Außerdem bezeugen andere Exponate im Stadtmuseum die Entwicklung der menschlichen Besiedelung dieser Gegend.

Pro Jahr finden auch etliche Veranstaltungen in Finale Ligure und Finalborgo statt. So wird zum Beispiel bei Prozessionen mit Lagerfeuern an Johannes den Täufer erinnert.